Lean Production: Anwendungsvoraussetzungen in der Einzelfertigung

Dieter Specht und Renata Gruß

Schlanke Produktionssysteme gewinnen für produzierende Unternehmen an Bedeutung. Trotzdem fehlen bis heute Ausarbeitungen bezüglich der Übertragungsmöglichkeiten auf Unternehmen mit Einzelfertigung. In diesem Artikel werden die Anwendungsvoraussetzungen des Lean-Konzeptes untersucht und deren Gültigkeit für die Einzelfertigung geprüft. Die generelle Anwendbarkeit wird verifiziert und weitere Entwicklungsbedarfe festgelegt.

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Der Einfluss von Cyber-Physical Systems auf die Gestaltung von Produktionssystemen

Norbert Gronau

Der Beitrag beschreibt insgesamt sieben Wirkungen von Cyber-Physical Systems auf Produktionssysteme, darunter den Einfluss auf die Wandlungsfähigkeit, die Nutzung der dann deutlich umfangreicheren verfügbaren Fertigungsdaten sowie die Dehierarchisierung von Planung und Steuerung. Abschließend wird ein Forschungsansatz vorgestellt, mit dem die Wirkung von Cyber-Physical Systems auf Produktionssysteme anhand einer Laborsituation erforscht werden kann. Der Beitrag endet mit einer Beschreibung des weiteren Forschungsbedarfs.

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Video

Kundenindividuelle Fertigung

Norbert Gronau



Produktkonfiguration auf der Grundlage dynamischer Dokumentstrukturen

Erik Oestreich und Tobias Teich

Der Automobilmarkt für Fahrzeuge der Oberklasse ist in den letzen 10 Jahren gegen den allgemeinen Trend um mehr als 80% gewachsen. Neben den Serienmodellen dieser Klasse stehen dabei immer stärker die individuellen Wünsche der Kunden im Mittelpunkt des Interesses. Die Hersteller begegnen diesem Trend mit einer großen Palette exklusiver Pakete, mit deren Hilfe sich fast jeder Kundenwunsch erfüllen lässt. Vertriebsseitig wird dieser Prozess heute bereits durch den Einsatz internetbasierter Produktkonfiguratoren gut unterstützt. Ein anderes Bild zeigt sich im Bereich der Arbeitsvorbereitung. Hier fehlen oftmals geeignete Systeme für eine durchgängige informationstechnische Abbildung individueller Produktspezifikationen. Ein neuer Ansatz zur Produktkonfiguration kann an dieser Stelle Abhilfe schaffen.

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Aktuelles Stichwort

Serienprodukte ganz individuell

Hanna Theuer

Die Serienfertigung ist der Produktionstyp, der in der industriellen Praxis am häufigsten auftritt. Sie ist durch die gleichzeitige bzw. unmittelbar aufeinander folgende Herstellung gleichartiger Produkte in einer großen, aber begrenzten Anzahl gekennzeichnet. Ein wesentliches Ziel ist die Nutzung von Wiederholungs- und Skaleneffekten zur Erreichung von Produktivitätssteigerungen und Kostenersparnissen.

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Mass Customization als Wettbewerbschance

Matthias Müller Wolf

Die Marktanforderungen ändern sich und mit ihnen auch die Prozesse in der Produktion. Zentral sind zwei Trends: die fortschreitende Verkürzung der Lieferzeiten und die Individualisierung der Produkte. Verbraucher erwarten, dass Produkte ihren individuellen Anforderungen exakt gerecht werden. Dazu reicht eine große Variantenvielfalt nicht aus. Vielmehr wünschen sich Kunden Produkte wie aus der Maßkonfektion, ohne höhere Preise zahlen zu wollen. Moderne Produktionskonzepte und flexible, unternehmensübergreifende IT-Lösungen begegnen dieser Herausforderung erfolgreich.

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Fertigungsmanagementsystem für KMU

Berend Denkena, Alexander Georgiadis und Robert Patzke

Im folgenden Artikel werden die speziellen Anforderungen an Fertigungsmanagementsysteme in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit Kleinserienfertigungen erläutert. Darauf aufbauend wird die Entwicklung eines neuen Systems, das die konkurrierenden Zielvorgaben aus maximaler Kundenindividualität und minimalen Kosten in Anschaffung, Implementierung und Betrieb lösen soll, vorgestellt. Das System soll KMU als Werkzeug dienen, schnellere und sichere Entscheidungen in der Fertigung zu treffen, um die Wirtschaftlichkeit zu steigern.

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Handhabung von Komplexität in flexiblen Produktionssystemen
Kundenindividuelle Produkte zu Kosten der Massenproduktion

Robert Schmitt, Michael Vorspel-Rüter und Henrik Wienholdt

Um im globalen Wettbewerb zu bestehen, müssen sich Unternehmen in Hochlohnländern durch kundenindividuelle Produkte kombiniert mit kundenspezifischen Dienstleistungen von Anbietern aus Niedriglohnländern differenzieren. Einhergehend mit der zunehmenden Komplexität dieser Produkte wird auch die Steuerung der zugehörigen Produktionssysteme aufwendiger. Ein Ansatz zur Handhabung derartiger Systeme wird aktuell im Exzellencluster „Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer“ an der RWTH Aachen erarbeitet, mit dessen Hilfe es ermöglicht wird, Produktionssysteme dahingehend zu gestalten, dass kundenindividuelle Produkte zu Kosten der Massenproduktion hergestellt werden können.

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Interview

Industrie 4.0 in der Einzelfertigung

productivITy hat mit Ingo Körner gesprochen. Er ist Geschäftsführer der Broetje- Automation GmbH, die kundenindividuelle Fertigungslinien für die Luftfahrtindustrie herstellt.

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Schnittstellenmanagement bei kundenindividueller Produktion

Herwig Winkler und Sabine Allmayer

Bei der kundenindividuellen Produktion ist ein durchgängiger Informations- und Materialfluss entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine besonders wichtige Erfolgsvoraussetzung. Schnittstellenprobleme im Informations- und Materialfluss führen zu Störungen bei den Prozessabläufen und wirken sich negativ auf die angestrebten Leistungen und Kosten der beteiligten Partner aus. Es ist daher erforderlich, Schnittstellen in den Informations- und Materialflüssen bei den relevanten Lieferanten, Produzenten und Abnehmern systematisch zu analysieren, zu planen, zu gestalten und zu überwachen. Ein integriertes Schnittstellenmanagement hilft, die Prozessperformance entlang der Supply Chain zu steigern und die Zielsetzungen der kundenindividuellen Produktion zu realisieren.

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Materialflusssysteme für wandelbare Fabrikstrukturen

Willibald A. Günthner, Markus Heinecker und Michael Wilke

Der Trend zum Mass Customization führt zu einem grundlegenden Neuaufbau der Fabrikstrukturen. Zukünftige Fabriken müssen in der Lage sein, sich schnell auf die individuellen Kundenwünsche einstellen zu können. Dies verlangt kurze Reaktionszeiten und eine sehr hohe Flexibilität im Aufbau und in den Abläufen.

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Potenziale für die Automobilproduktion
Beitrag von Revenue-Management-Instrumenten zur Steigerung des Deckungsbeitrags bei kundenindividueller Automobilproduktion

Thomas Volling, Andreas Matzke und Thomas S. Spengler

Die Automobilindustrie ist geprägt von einer hoch dynamischen Nachfrage nach kundenindividuellen Produkten und kurzfristig unflexiblen Kapazitäten. Beides zusammen stellt besondere Herausforderungen an den Nachfrage-Kapazitätsabgleich. Der vorliegende Artikel beschreibt Ansatzpunkte und Potenziale des Einsatzes von Revenue-Management-Instrumenten zur Nachfragesteuerung, sodass vorhandene Kapazitäten besser genutzt und dadurch zusätzliche Deckungsbeiträge realisiert werden können.

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